An vielen deutschen Kliniken sollen andere Berufsgruppen dem ärztlichen Personal Arbeit abnehmen. Das klingt logisch, denn viele unserer Aufgaben in der Klinik sind nicht genuin ärztliche. Es fand sich nur bis dato niemand, der es sonst gemacht hätte. Die klassischen Beispiele sind u.a.: Befunde wegsortieren, Röntgenbilder suchen, Untersuchungen anmelden oder auch Blutabnehmen.
Aber es gibt auch einen anderen Aspekt, wenn Aufgaben übernommen werden, die vorher von Ärzten erledigt worden sind. Mit großer Anerkennung stellt man als Assistenzarzt fest, wie sich z.B. die Pflege zunehmend professionalisiert. Von der Strukturiertheit und Finanzierung z.B. der Fachweiterbildung für die Intensivpflege können wir als Ärzte in Weiterbildung oft nur träumen. Soweit so gut. Davon können Patienten und Ärzte gleichermaßen profitieren.
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Die ärztliche Weiterbildung in Deutschland findet seit langem zu großen Teilen vor allem als Nebenprodukt der Krankenversorgung statt. Im Gegensatz zu manch anderen Ländern unterliegt die Weiterbildung in Deutschland nur wenigen Kontrollen und Vorgaben. Das führt dazu, dass bei zunehmendem Kostendruck immer weniger Weiterbildung stattfindet, schließlich gibt's dafür kein Geld und kein Personal. Dieses Problem der Weiterbildungsqualität ist nicht neu und besteht fächerübergreifend (Berufsreport 2003).
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